Social-Media-Marketing beschreibt Strategien und Taktiken, mit denen Unternehmen, Parteien und/oder Non-Profit Organisationen soziale Medien nutzen um organisatorische und unternehmerische Ziele zu erreichen, indem sie Wert für Zielgruppen erschaffen und kommunizieren. Vorrangig bespielte Zielgruppen im Social-Media-Marketing sind (potenzielle) Kunden, (potenzielle) Mitarbeiter oder allgemein die Öffentlichkeit. Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram und Twitter besitzen im Social-Media-Marketing eine hohe Relevanz. Neben der Nutzung von sozialen Medien umfasst Social-Media-Marketing auf strategischer Ebene auch das Management einer Social-Media-Kultur, die Rolle von Mitarbeitern (bspw. mittels Social-Media-Richtlinien), Entscheidungen über den Social-Media-Scope (bspw. die aktive oder passive Nutzung) und die organisatorische Verankerung.

Seit 2006 haben soziale Medien einen großen Einfluss auf die Kommunikationsweise der Unternehmen mit ihren (potenziellen) Kunden und anderen Zielgruppen. Da es die sozialen Medien erlauben, mit anderen Teilnehmern nicht nur zu kommunizieren, sondern auch zu interagieren, hilft das Social-Media-Marketing dabei, die netzaffinen Early Adopters und Meinungsführer zu erreichen. Über diese Wege können einzelne Produkte oder Marken beworben werden. Social-Media-Marketing ist verhältnismäßig kostengünstig und kann mit ähnlichen Software-Werkzeugen gleich unterschiedliche Plattformen bespielen, um Marketingkampagnen zu realisieren. Die Unternehmen bekommen auf diesem Weg zudem direkteres Feedback ihrer Zielgruppen als etwa bei der Fernsehwerbung.

Ziele von Social Media Marketing

Eines der Hauptziele beim Einsatz von Social Media im Marketing ist die Kommunikation mit (potentiellen) Kunden und die Produktpräsentation. Es gestattet den Einfluss auf die Zielgruppe in jedem Stadium des Entscheidungsprozesses der Interessenten. Es lassen sich auch weitere, indirektere Vorteile durch das Social-Media-Marketing für die Unternehmen aufzeigen. Sieben der zehn einflussreichsten Faktoren auf das Ranking bei Google lassen sich auf Aktivitäten in sozialen Netzwerken zurückführen. Das bedeutet, dass Marken mit einer niedrigen Präsenz und Aktivität in Social-Media-Plattformen tendenziell in den Suchergebnissen weiter hinten gelistet werden.

Durch Social Media ist eine weiter reichende Zielgruppe erreichbar als durch traditionelle Kommunikationsmaßnahmen. Dieser Umstand hat zu einem Umdenken in der Art geführt, wie Unternehmen mit Zielgruppen interagieren, da ein substanzieller Prozentsatz der Interaktionen nun über Online-Plattformen mit einer größeren Reichweite durchgeführt wird. Konsumenten haben auch die Möglichkeit Produktbewertungen zu verfassen, den Kundenservice zu bewerten und Fragen oder Kritik direkt an das Unternehmen zu adressieren.

Da das Social-Media-Marketing in steigendem Maße Raum einnimmt, werden traditionelle Werbemaßnahmen (gedruckte Werbung, Werbung in Rundfunk) zunehmend in den Hintergrund gedrängt. Mittlerweile ist das Internet die größte Werbeplattform und hat das Fernsehen überholt. Webseiten beinhalten oftmals Werbebanner und Popups. Soziale Netzwerke arbeiten nicht notwendigerweise mit solchen Werbemethoden, sondern stellen Unternehmen ganze Seiten zur Verfügung, in denen Produkte vorgestellt werden können und die Möglichkeit zur Interaktion mit (potentiellen) Konsumenten gegeben wird.